Junge Ilzer retten Punkt gegen Sonnhofen!

So lange hatte Coach Christian Maier durch glücklicherweise keine verletzten und gesperrten Spieler die Qual der Wahl. Nach dem Spiel gegen Feldbach, in dem er schon vier Stammspieler wegen Verletzung oder Sperre vorgeben musste, waren auch beim letzten Spiel gegen Sonnhofen wieder 4 Spieler zu ersetzen. Hacker fehlte weiter wegen Verletzung. Zudem waren Bauer und Sittsam wegen Sperren nicht einsetzbar. Und zuletzt hatte sich auch noch Patrick Maier im Training verletzt.
Das Derby gegen Feldbach hatte man 2:0 verloren. Von Beginn an kam man mit dem 3-5-2 nicht so richtig zurecht und spürte man, dass die neuformierte Elf unsicher agierte. Verdient lagen die Unsrigen in der ersten Halbzeit 1:0 zurück. Nach der Umstellung auf die Viererkette sah es nach einer Steigerung aus und es keimte Hoffnung auf. Diese wurde allerdings nach dem Ausschluss unseres Mario Bauer im Keim erstickt. Ein vermeidbarer, vielleicht sogar nicht zu gebender Elfmeter besiegelte die Niederlage schlussendlich. Goalie Gernot Novak hatte Etzi Eder sehr gut ersetzt und zeigte dass auf ihn Verlass ist.
Beim Spiel gegen Sonnhofen stand trotzdem Goalie-Ikone Eder wieder zwischen den Pfosten. Diesmal sah der erste Anzug der Ilzer Mannschaft wie folgt aus: Kaindl und Rechberger spielten erstmals in der Innenverteidigung, flankiert von Luca Maier und Kogler. Neben Pöttler durfte der erste Teenager, Manuel Gratzer, Mitte-Mitte ran. Die seitlichen Mittelfeldspieler gaben Youngster Melih Tepegöz und Buklin. Und vor Viktor Spisic spielte Felix Jörger Solo-Spitze. Auf der Bank saßen neben dem spielenden CO-Trainer Perkovics und Dumbovic zwei weitere ‚Grünschnäbel‘: Phillip Tschandl, 16 Jahre jung und der 15jährige Florian Maximilian Baronigg. Das Nennen des zweiten Vornamens hat hier eine besondere Bewandtnis, hätte doch der Urgroßvater unseres ‚Flo‘ seine helle Freude gehabt: ISV-Gründungsmitglied Max Baronigg nämlich!
In dem vor guter Kulisse stattfindenden Spiel nahm unsere Mannschaft nach einer kurzen Gewöhnungsphase das Heft in die Hand und vor allem Manuel Gratzer zeigte, dass er selbstbewusst sein zweifelsfrei großes Talent auszuspielen im Stande ist. Einige Male kombinierte man elegant durch das Mittelfeld und vor allem über die linke Seite in der Person von Marko Puklin auch bis in den Sechzehner. Der letzte Pass gelang hier aber zu selten und wenn, dann vergab man in aussichtsreicher Position.
Sonnhofen versteckte sich aber nicht und kämpfte mit der Verzweiflung des Abstiegsgespenstes im Nacken. Und in der 32. Minute kam Luca Maier auf der linken Seite zu spät. Den Stanglpass verwertete Kraussler alleinstehend aus 5 Metern. Bitter, so mancher hatte in der Situation, in der sich Kraussler seines Gegenspielers Patrick Rechberger entledigt hatte, einen Regelverstoß gesehen.
Nach dem Tor wirkte unsere Mannschaft schockiert. Rund um Andi Pöttler hielt man zwar dicht, riskierte und kombinierte aber wenig. So hingen Viktor Spisic und vor allem Felix Jörger, der fleißig Kilometer fraß und unbändigen Einsatz zeigte, in der Luft. Patrick Rechberger, bis dahin solide, war das erste Opfer von zunehmend harten Sonnhofnern. Verletzungsbedingt kam für ihn in der zweiten Halbzeit Dumbovic. Und dieser zeigte sich verbessert und engagiert. Er war es auch, der unsere beste Chance in HZ zwei vergab. Allein vor Goalie Bauernhofer behielt er nicht die Nerven und ließ dem Sonnhofner Schlussmann die Chance als Sieger aus dem Duell hervorzugehen.
Das Spiel wurde wieder besser und auch über die Seite kurbelten Luca Maier und Melih Tepegöz ordentlich, aber mehr als die eine oder andere Chance schaute nicht heraus. Die Hereinnahme von Sandro Perkovic statt Puklin belebte das Ilzer Spiel zusätzlich und schließlich wurde man doch noch belohnt. Der links durchbrechende Dumbovic wurde (zwei Mal) gefoult. Den dafür verhängten Elfmeter verwertete Andi Pöttler im zweiten Versuch.
Der Ausgleich und damit das Unentschieden gehen völlig in Ordnung. Lediglich der Zeitpunkt des Tores (90+4) lässt das Geschehene natürlich als glücklich erscheinen.
Zugegeben kein großes Spiel gegen einen zwar limitierten, aber beherzt kämpfenden Gegner. Aber unsere neu formierte und junge Mannschaft kämpfte bis zum Umfallen. So geschehen knapp vor Schluss, als Felix Jörger (auch durch Mithilfe seines Gegenspielers) in die Bande krachte aber Gottlob unverletzt blieb. Unverletzt war auch Martin Kaindl geblieben, der mehrfach ‚Angriffen‘ auf seinen ‚Kopf‘ ausgesetzt war.
Die neuformierte verjüngte Mannschaft hat sich das Unentschieden verdient und konnte somit einen wenn auch kleinen Schritt nach vorne machen.
Am kommenden Samstag geht es nun gegen Krottendorf, die uns in dieser Runde durch einen Dreier wieder überholten.
Durch das Zurückkommen von Bauer, Patrick Maier und Sittsam und durch die gezeigten Leistungen der jungen Spieler ergeben sich für Coach Christian Maier doch Möglichkeiten, es dem im Aufwind befindlichen Gegner schwer zu machen. Mit der Unterstützung unserer fleißig zu Auswärtsspielen mitfahrenden Anhänger scheint im schönen Krottendorf-Stadion Zählbares erreichbar zu sein.
Und der Kontostand von 38 Punkten und der vierte Platz sind zwar kein Ruhepolster, das wäre der falsche Ansatz. Jedoch Grund genug ohne Druck und mit Freude darüber in die Schlussphase der Meisterschaft zu gehen.

maierb

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